[101] Ein Buch pro Monat: September

Autor: Robert Louis Stevenson
Titel: The Strange Case of Dr. Jekyll and Mr. Hyde
Genre: Klassiker, Mystery, Horror
Erscheinungsjahr: 1886 (1. Auflage)
Verlag: Public Domain
Ort: Großbritannien

„That child of Hell had nothing human; noting lived in him but fear and hatred.“

Ich muss sagen, dass ich mich das Lesen dieses Buches eigentlich in zwei Aufgaben des 10(0)1-Projektes weitergebracht hat: ich habe im September ein Buch gelesen und es war auch noch ein Klassiker. Well done, me, well done …

Nun aber zum Buch. Von dem seltsamen Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde haben die meisten Menschen wohl schon gehört und Anspielungen auf dieses Werk gibt es in vielen Filmen, Serien oder gar in anderen Büchern. Trotzdem kenne ich nicht allzu viele Personen, die den Klassiker wirklich gelesen haben – und da die Kindle-Version umsonst war, dachte ich mir: „Ändere ich das mal!“

Es ist bei Klassikern immer ein bisschen schade, dass man die großen Plot-Twists schon kennt, bevor man sie liest, und sie daher nicht mehr überraschend kommen. Dass Jekyll und Hyde dieselbe Person sind, ist keine schockierende Erkenntnis, sondern eine Erwartung, die man an das Buch stellt. Trotzdem hatte ich Spaß am Lesen. Das Buch ist gut geschrieben, liest sich schnell und irgendwie will man ja doch wissen, was der olle Jekyll da fabriziert hat und wie es in solch einer Misere enden konnte ;)

Wen es also nicht stört, am Ende keine große Enthüllung zu haben, und wer einen Klassiker sucht, der nicht viel Zeit in Anspruch nimmt aber trotzdem unterhält, kann ja mal reinlesen.

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6 Kommentare zu “[101] Ein Buch pro Monat: September

    • Wieso beißt sich das? „Frankenstein“ gilt auch als Klassiker und fällt für mich trotzdem in die Kategorie Horror. Ein Klassiker kann doch verschiedene Genre verbinden, oder schließt sich das für dich vollkommen aus?

      Wie würdest du denn Klassiker definieren? Für mich ist ein Klassiker etwas Generationsübergreifendes, ein Werk, das auch außerhalb seiner Zeit populär ist und einen gewissen kulturellen Einfluss geübt hat; etwas, dass man diesem Buch nicht absprechen kann. Daher kann ein Klassiker in jedem Genre entstehen – auch im Horrorbereich.

      Ich denke schon, dass manche Werke Stevensons als Klassiker gelten, wie eben dieses Buch oder „Die Schatzinsel“.

  1. hmm, in meinem Gehirn spucken 2 Arten von Klassikern, 1.Goethe, Schiller usw.
    2. James Bond und Frankenstein usw.
    Du verstehst was ich meine?
    1. Ist Weltliteratur 2. ein Klassiker, der aber jeder lesen kann.
    Klar, auch Robinson Crusoe ist ein Klassiker und sollte auch gelesen werden, ist aber in meinen Augen weniger wert als Goethe zu lesen.
    Ich hoffe du verstehst ? Vielleicht habe ich aber was verwechselt, jedenfalls ist für mich Frankenstein weniger Klassiker als z.b. ein Goethe Buch.

    Liebe Grüße, Gregor

    • Ich finde nicht, dass Dr. Jekyll und Mr. Hyde weniger klassisch sind als Faust oder Frankenstein, da alle Werke sehr populär sind – auch außerhalb Großbritanniens – und einen großen Einfluss auf die Literatur und Kultur hatten.
      Dass Goethe für dich klassischer wirkt als Frankenstein, liegt vielleicht auch am Land. Du verbindest mit Goethe mehr, aber ein Engländer würde wohl nicht behaupten, Goethe sei wertvoller als Mary Shelleys Werk, ebenso wie kein Schwede August Strindberg hinter Goethe reihen würde.
      In deutschen Schulen werden Goethe und Schiller natürlich viel intensiver behandelt als Strindberg, Stevenson oder Shelley, aber das bedeutet nicht, dass sie deswegen weniger Wert hätten.

      Klassiker sind sie alle.

      • Goethe u. Schiller waren nur Beispiele, die du kennst, wenn ich jetzt Dostojewski sagen würde, müsstest du erst mal nachgucken wer er war.
        Mit Klassiker meine ich die spezielle Form des Schreibens.
        Für mich ist Frankenstein Mainstream und Mainstream kann nie Klassiker sein.

  2. Was ist denn Mainstream, wenn nicht große Popularität? Und denkst du, dass Goethe, Schiller und Dostojewski (den ich übrigens nicht nachschlagen muss) nicht populär waren? Genau das macht einen Klassiker doch zu einem Klassiker – zeitunabhängige Popularität. Goethe, Schiller, Hesse, Tolstoi etc. haben in einem anderen Genre als Shelley und Stevenson geschrieben, aber das macht sie nicht besser oder schlechter.

    Zählst du Frankenstein als Mainstream, weil es heute vielen Menschen bekannt ist? Ja, das ist es. Und? Die meisten Leute kennen Verfilmungen, aber wieso es dem Buch den Status als Klassiker abspricht, wo es doch schon im 19. Jahrhundert populär war, verstehe ich nicht.

    Für mich klingt das so, als seien Klassiker für dich nur Werke, die als möglichst elitär gelten. Für mich ist ein Klassiker aber immer noch ein Werk, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, ein Werk, das über seine Zeit hinaus beliebt geblieben ist; das können die Brüder Karamasow sein, das können aber auch Dr. Jekyll und Mr. Hyde sein – das Genre ist hierbei völlig egal.

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